Neuer Geschäftsführer der Pinnau

03.11.2018 | Daniel Schlüter | Kategorie(n): Aktuelles, Club

Seit dem 1. Oktober 2018 ist Daniel Schlüter Geschäftsführer an der Pinnau. Der 33-Jährige kommt von der Wendlohe, wo er sieben Jahre als Clubmanager tätig war. Sein Handicap liegt bei 4,2 – zum Golfspielen kommt er aber zur Zeit nicht.

Daniel Schlüter (Geschäftsführer)

 

Frage: Wie sind Sie zum Golfsport gekommen?

Antwort: Meine erste Berührung mit dem Golfsport war 1998 in Andalusien, wo ich mit meinem Vater einen Schnupperkurs besucht habe. Mein richtiger Einstieg war dann in Lutzhorn. Damals hatte der Platz nur neun Löcher. Da wurde ich erstmals Clubmeister. Inzwischen liegt meine Stammvorgabe bei 4,2, aber ich bin erst zu zwei Runden Golf in diesem Jahr gekommen.

Frage: Dann haben Sie den Platz an der Pinnau in den ersten Wochen noch gar nicht gespielt?

Antwort: Nein, aber ich glaube, dass ich trotzdem einen guten Draht zum Kurs habe, ich bin ihn auch mehrmals abgefahren. Ich habe vor etlichen Jahren einmal sechs Monate in Holm im Greenkeeping gearbeitet, da habe ich ein gutes Gefühl für Plätze bekommen.

Frage: Sie haben als Jugendlicher hier gespielt, da gab es die neun Löcher auf C noch nicht.

Antwort: Ja, mit Jungs wie Philipp Westermann habe ich an der Pinnau in der Jugend und dann für die Herrenmannschaft gespielt, bevor ich nach Holm gewechselt bin. Die neun Löcher auf C finde ich absolut ansprechend, habe sie aber noch nie gespielt. Das muss ich dringend nachholen.

Frage: Ihre berufliche Karriere haben Sie dann an der Wendlohe gestartet?

Antwort: Ursprünglich habe ich im Golfclub Lutzhorn angefangen und bin dann zur Wendlohe gewechselt. Dort habe ich 2009 angefangen und das duale Studium zum Betriebswirt absolviert. Insgesamt war ich zehn Jahre dort, davon sieben als Clubmanager. Ich bin im Guten von der Wendlohe gewechselt, viele Mitglieder wollen mich besuchen und hier spielen. Viele Wendloher haben auch Verbindungen hierher – wir sind ja Nachbarn.

Frage: Sie haben Anfang Oktober angefangen und Nils Scheller abgelöst. Wie kam es, dass Sie sich für die Pinnau interessierten?

Antwort: Die Chance als Geschäftsführer tätig zu werden, hat mich gereizt. Das war der nächste Schritt für mich. Zum anderen wohne ich in Ellerhoop und spare pro Tag 40 Minuten Fahrzeit. Das gewinne ich an Lebenszeit, die ich zum Beispiel mit meiner Frau Christina und meinem zweieinhalbjährigen Sohn Leonard verbringen kann.

Frage: Was fällt Ihnen an der Pinnau auf?

Antwort: Ich bin herzlich aufgenommen worden. Das ehrenamtliche Engagement ist sehr ausgeprägt, mir ist positiv aufgefallen, dass sich viele Mitglieder sehr einbringen. Es herrscht eine herzliche Atmosphäre, auch mit dem Vorstand und allen Mitarbeitern. Die Zusammenarbeit mit der Gastronomie um Piero funktioniert gut und ich freue mich, dass sie Fuß gefasst haben nach ihrer ersten Saison. Wegen des schönes Wetters erlebe ich bis jetzt Hochbetrieb wie im Sommer, schön, dass ich das noch mitbekomme. Ich fühle mich voll angekommen.

Frage: Haben Sie eigene Vorstellungen?

Antwort: Ich schaue mir erstmal alle Abläufe an und gucke, was optimiert werden kann. Eine meiner ersten Ideen ist der Raumtausch mit den Sekretariatsmitarbeitern. Ich ziehe ins kleine Office, die anderen freuen sich schon auf den größeren Raum, wo wir von einem auf zwei Arbeitsplätze aufstocken können. Wir suchen auch Verstärkung im Sekretariat, das ist notwendig – die Personaldecke ist dünn.

Frage: Hat die Pinnau nach dem heißen Sommer Probleme mit dem Golfkurs?

Antwort: Es ist natürlich eine Herausforderung für das Greenkeeping. So konnten wir wegen der Trockenheit auf dem A-Platz die Grüns nicht einfach aerifizieren, weil wir sonst die Oberfläche dabei abgeschält hätten. Mit einer sogenannten Drill- and Fillmaschine mussten wir die Grüns dann bearbeiten. Der Bohrer geht 400 Millimeter in die Tiefe und füllt die Löcher gleich mit Quarzsand auf. Das ist deutlich zeitaufwendiger, man schafft dabei täglich nur zwei Löcher.

 

Das Interview führte Britta Körber.