Pinnau und Natur 2012 – ein Rückblick

21.12.2012 | Sekretariat | Kategorie(n): Club

Schneller als erwünscht geht die Golfsaison 2012 zu Ende. Nur noch wenige Hartgesottene gehen regelmäßig auf die Runde.

Die Natur befindet sich ebenfalls zur Zeit auf Sparflamme. Die Störche sind längst in ihren Überwinterungsquartieren in Afrika und die große Zahl an Kanadagänsen treiben sich mit ihren Artgenossen noch auf den Teichen der Golfanlage oder in und um das Himmelmoor herum, um bei kälterer Witterung sich schnell weiter nach Westen in wärmere Gefilde abzusetzen.

Das Schwanenpaar hat erfolgreich vier Junge großgezogen (warum eigentlich drei graue und nur ein weißes). Interessant waren ihre ersten Flugversuche auf dem Teich des C-Platzes. Die Eltern mussten alle Künste aufbieten, um den Nachwuchs zum ersten Flug zu animieren. Letztlich hat auch das geklappt. Mit Gefrieren der Teiche werden auch sie offenere Gewässer aufsuchen.

Neben den mittlerweile nicht mehr ganz so scheuen Nilgänsen und den Reiherenten auf den Teichen waren gelegentlich auch Kraniche (ein Paar soll im Himmelmoor brüten), eine Kornweihe (ebenfalls aus dem Himmelmoor) zu sehen. Häufig fand man die Reste einer Taubenmahlzeit eines Habichts und auch ein Uhu soll sich im Gebiet aufhalten.

Im Frühjahr wurde zeitweilig eine Feldlerche über dem C-Platz mit ihrem typischen Singsang-Steigflug gesichtet. Leider ist sie nicht geblieben. Ebenso wie die Kiebitze, die als Folge der Maisaussaat an C6 vertrieben wurden.

Zu beklagen ist der starke Rückgang des Niederwildes. Wer hat im letzten Jahr, wenn überhaupt,  mehr als 2 Hasen oder 3 Fasane gesehen, geschweige denn noch im letzten Jahr vorhandene Rebhühner gehört? Schade eigentlich, haben uns doch bisher alle auf der Runde begleitet. Einige sagen, der Uhu habe die Population dezimiert. Ich glaube aber eher, die “aufgeräumte Landschaft” ist in erster Linie die Ursache. Für den Golfer mögen frei geräumte Teich- und Grabenränder sowie übersichtliche Roughs die Spielfreude erhöhen,  Hase, Fasan und dergl. empfinden sie eher als eine “Bedrohung”. Dies gilt aber allgemein, auch für die umgebende Landschaft.

Leider wurde auch in diesem Jahr wieder ein frisches Hornissennest am Baumstamm beim Abschlag B3 ausgeräuchert. Schade eigentlich, denn Hornissen sind bei vernünftigem Umgang harmlos und in Deutschland nach der Artenschutzliste besonders geschützt. Ein Hinweis mit entsprechenden Verhaltensregeln wäre eine gute Alternative.

Es gibt aber auch Positives: So haben in diesem Jahr mehrere Zwergtaucher vom Teich zwischen C1 und C2 Besitz ergriffen. Zwergtaucher sind nicht gerade häufig und von daher ist Ihr Aufenthalt auf unseren Teichen eine Bereicherung.

Die schönen Bilder stammen von unserem Mitglied Heiner Hofmann.

Autor

Lothar Rauchfuss