Paul Bauer auf der Deutschen Meisterschaft AK 18

15.09.2020 | Magdalena Overmann | Kategorie(n): Club

Liebe Pinnauer!

Am 12. September ging es los auf Pauls bisher spannendste Golfreise. Zusammen mit seinem/unserem PGA Pro Florian Rauert nahm er früh morgens die 765 km zum Fürstlichen Golfclub Oberschwaben in der Nähe von Memmingen in Angriff. Nach ca. 400 km wurde ein Erholungsstopp eingelegt, der dann mit einer 9 Loch Runde kombiniert wurde. Endlich angekommen, haben Paul und Florian ihre Unterkunft genossen. Etwas außerhalb gelegen, haben die beiden eine kleine, aber feine Ferienwohnung bezogen, die nicht nur die Hälfte vom Golfhotel gekostet hat, sondern auch mit einer Sauna punkten konnte.

Am Donnerstag wurde dann die Einspielrunde gespielt und ein Matchplan entwickelt, sowie ein eigenes Birdiebook erstellt.

Freitag ging es dann endlich richtig los, jedenfalls fast. Da Paul mit dem drittschlechtesten HCP aller 57 Teilnehmer an den Start ging, sollte er um 11.30 im vorletzten Flight loslegen. Leider hat der Allgäuer Nebel für eine deutliche Verzögerung gesorgt, so dass Paul erst um 15.50 auf die Bahn konnte.

Diese Verzögerung hat Paul aber scheinbar nicht beeinträchtigt, denn er startete mit Birdie-Birdie und fand sich somit nach 9 Loch auf dem geteilten dritten Platz wieder.

Eine der Fragen, die sich Paul und Florian vor dem Turnier gestellt haben, war, wie die deutschen Topspieler mit Aufgaben umgehen, die wir von der Pinnau so nicht gewohnt sind, wie z.B. sehr ondulierte und extrem schnelle Grüns. Nach der Auswertung der DM und der letzten Turnierrunden von Paul wurde sehr deutlich, dass auf dem und um das Grün herum noch deutlicher Optimierungsbedarf besteht. Diese beiden Themen werden jetzt natürlich verstärkt angegangen.

Die Back Nine sollten allerdings deutlich kniffliger werden. Besonders die Bahnen 12-14 laden dazu ein, auch mal den einen oder anderen Schlag zu verlieren. So fand Paul sich nach 15 Loch dann auch bei +3 wieder, was aber zu diesem Zeitpunkt für den Cut gereicht hätte.

Leider musste die Partie wegen Dunkelheit nach 15 Loch abgebrochen werden. So durfte Paul dann am Freitag gleich als erstes um 8.30 loslegen. Eine ungewohnte Situation, die dann auch gleich zu einem ärgerlichen Doppelbogey auf der 16 führte. Doch nun konnte man sehen, was Paul wirklich auszeichnet: nicht die Nerven verlieren und bei den absoluten Highlights seine maximale Spielstärke abrufen. So konterte er an der 17 mit einem Eagle und legte auf der 18 ein Birdie nach, was insgesamt eine Runde von +2 ergab. Das bedeutete nach der ersten Runde Platz 18 und damit vor einigen deutschen Nationalspielern.

Dann hieß es leider wieder drei Stunden warten, weil die gleichen Flights in der gleichen Reihenfolge gestartet wurden. Und irgendwie war der Wurm drin. Es folgten gleich zu Beginn ein paar Bogeys und viele verpasste Birdiechancen. Auf den Back Nine hielt Paul seinen Score sehr gut zusammen, aber das furiose Finish blieb dieses Mal leider aus. So kam Paul am Ende auf ein Ergebnis von +6 (was bei einer Spielvorgabe von 7 ja immer noch sehr gut ist) für die Runde und +8 insgesamt. Der Cut der besten 27 Spieler lag leider bei +5, so dass Paul und Florian ohne die Abschlussrunde mit Platz 32 die Heimreise antreten mussten.

Die beiden haben aber für die nähere Zukunft viel Input mitgenommen und sind sich sicher, dass sie gemeinsam noch viel erreichen können, denn abgerechnet wird ja nicht in der Jugend, sondern deutlich später und da ist bei Paul noch viel Luft nach oben, obwohl oder gerade, weil er ja erst knapp vier Jahre Golf spielt. Und die Tatsache, dass Paul bei den Saisonhöhepunkte immer Topleistungen abgeliefert hat (Norddeutsche Meisterschaften, Clubmeisterschaften, DM) lässt natürlich einiges erhoffen. Die ganze Pinnau drückt ganz fest die Daumen! Wir freuen uns, dass Paul ein so aufregendes Turnier erleben durfte und hoffen auf viele weitere spanende Berichte.

Ihre

Magdalena Overmann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

#GoPinnau