“Krabbe on Tour” und “Kinderstube Pinnau”

03.10.2013 | Nils Scheller | Kategorie(n): Club, Platz

Man könnte sich fürchten vor den Monstern, die jetzt im Spätsommer unterwegs sind.

Hier eine Begegnung der besonderen Art, wie sie in diesen Tagen aufmerksamen Golfern passieren kann:

Chinesische Wollhandkrabbe (aufgenommen am Abschlag B 9)
Chinesische Wollhandkrabbe (aufgenommen am Abschlag B 9)

Vermutlich eingeschleppt aus China Anfang des 20. Jahrhunderts im Ballastwasser von Handelsschiffen hat sich die Krabbe seither ein weites Verbreitungsgebiet erschlossen. Sie lebt normalerweise nachtaktiv in größeren Flüssen und benötigt zur weiteren Entwicklung salziges Wasser. Deshalb geht sie zur Paarungszeit auf Wanderschaft in Richtung Meer. Tagesleistungen von 8 bis 12 Kilometer – und die im Krebsgang – sind dann durchaus drin. Obiges Exemplar zeigte sich durchaus wehrhaft: mit Drohgebärde attackierte sie Eisen 6 (meinen Finger wollte ich ihr lieber nicht reichen).

 

Und nun zu unserer “Kinderstube”:

Im letzten Jahr wurden unsere Teichen auf den C-Bahnen von einigen Zwergtauchern besucht. Für uns war das schon etwas Besonderes, da Zwergtaucher auf der “Pinnau” nicht gerade häufig sind. Umso mehr muss es uns jetzt freuen, dass diese Art jetzt auch mit Nachwuchs heimisch geworden ist: 1 Paar mit 6 Dunenjungen auf dem Teich der Bahn C1/C2 sowie ein weiteres Paar mit 3 Jungen auf dem Teich der Bahn C6. Es war putzig anzusehen, wie diese schon in ihren ersten Tagen unvermittelt abtauchten und wie “Flummies” wieder an die Oberfläche kamen.

 

Die Bilder auf der folgenden Seite, aufgenommen von unserem Mitglied Heiner Hofmann, geben einen kleinen Überblick über die “Kinderstube Pinnau”:

Zwergtaucher
Zwergtaucher
Stockente
Stockente
Kanadagans
Kanadagans

Gesehen, aber leider ohne fotografischen Beweis, wurde am Uferrandstreifen zur Pinnau an Bahn A 3 eine Fasanenhenne mit 15 (!) Küken.

Zu erwähnen ist noch, dass auch die Störche in diesem Jahr mit 3 Jungen trotz ungünstiger Witterungsbedingungen im Mai/Juni sehr erfreulichen Nachwuchs hatten.

Autor: Lothar Rauchfuß