Interview mit unserem neuen Auszubildenden

07.01.2018 | Nils Scheller | Kategorie(n): Club

Maximilian Großimlinghaus ist der dritte Auszubildende im Golfclub An der Pinnau. Der 17-Jährige will in drei Jahren seinen Abschluss als Sport- und Fitnesskaufmann machen. Seine Leidenschaft gilt (noch) dem Fußball, im Frühjahr will er aber verstärkt das Golfspiel lernen. Ein Handicap fehlt ihm noch.

Max, wie kam es, dass Du dich an der Pinnau beworben hast?

«Ich habe viele Praktika gemacht, bei Sportspaß, im Kindergarten, bei Tchibo als Produkttester und Speed.fit, wo ich eigentlich eine Ausbildung machen wollte, mir aber kurzfristig wieder abgesagt wurde. Ich habe das große Glück gehabt, dass dann an der Pinnau ein Ausbildungsplatz zu vergeben war . Da habe ich mich schnell beworben. Dann habe ich zweimal zur Probe gearbeitet und durfte anfangen.»

Was ist dein Berufswunsch gewesen?

«Ich wollte eigentlich auf jeden Fall etwas mit Technik machen. Ich kann gut mit Elektronik umgehen, da interessierte mich die Bundeswehr und die Polizei. Ich war auf mehreren Messen, aber da ich eben auch sehr sportbegeistert bin habe ich mich doch für Sport-Kaufmann entschieden. Später kann man auch gut ins Sportmanagement, dafür müsste ich dann wahrscheinlich studieren. Mit dem Fachabitur wäre das möglich. Ich komme mit allen technischen Geräten gut klar. So spiele ich  gerne Playstation, Dafür habe ich eine eigene Mail-Adresse, zudem noch eine für die Freunde  vom Fußball, eine für meine Familie und Privates. Ich muss das ordentlich halten, sonst habe ich keinen Überblick. Das gilt auch für meinen Arbeitsplatz. Mein Laptop muss aufgeräumt sein. Noch lerne ich von den Kollegen, aber vielleicht kann ich ihnen eines Tages auch mal etwas Technisches beibringen.»

Wie ist dein Bezug zur Pinnau und zum Golf?  

«Ich wohne abwechselnd bei meinen Elternteilen in Rellingen. Platzreife habe ich mit 14 in einer Kindergruppe an der Pinnau gemacht, meint Vater und meine Stiefmutter Mary spielen ja auch hier im Club. Leider habe ich das leistungsmäßig nicht verfolgt. Ich bin in der Fußball-Richtung geblieben, spiele in Halstenbek-Rellingen in der ersten und zweiten Mannschaft. Ich mag den HSV, aber Fan bin ich vom FC Bayern München. Der Spielstil ist einfach klasse. Im Volksparkstadion bin ich ab und zu mit meinem Kumpel oder meinem Vater.»

Und Golf?

«Ich habe ein neues Bag bekommen und freue mich auf neue Schläger, im Frühjahr soll es losgehen. Ich habe noch gar kein Handicap, muss unbedingt Turniere spielen. Ich mache aber auch weiterhin Fitness im Studio.»

Wie erlebst du den Club und die Arbeit?

«Das Team ist mega-nett, leider ist im Moment wegen des Wetters  sehr  wenig los. Das Gute ist, dass ich mich so besser einarbeiten kann. Mittlerweile komme ich mit den  Programmen  gut klar. Bisher habe ich viele sehr  freundliche Mitglieder getroffen. Ich arbeite zurzeit noch als Servicekraft im Fitnessstudio, da sind nicht alle so nett.»

Was fällt täglich an?

«Telefonate und E-Mails, Ballautomat und Kasse . Die Post mache ich auch. Ich lerne, wie man Beiträge auf der Homepage der Pinnau schreibt und die Platzsperren aktualisiert. Ich habe einen Ordner, damit ich die Abläufe  nicht vergesse. Ich soll zudem ein Handbuch schreiben, damit weitere Auszubildende oder Servicekräfte davon profitieren können. Ich bin ja erst der dritte – siehe oben Azubi . Bis jetzt sind erst fünf Seiten handschriftlich vollgeschrieben, mal sehen, wie dick es wird. Aufschreiben ist das A und O, auch wenn das Telefon ständig geht. Vor allem im Sommer, da ist hier richtig viel los.»

Wie willst du es im Frühjahr mit den Fußball-Punktspielen am Wochenende handhaben?

«Ich glaube, da finden wir gute Lösungen. Wenn ich samstags spiele, kann ich gut sonntags arbeiten. Urlaub im Sommer zu nehmen, ist auch schwierig. Im Februar habe ich meine erste Woche Urlaub. Da fahre ich mit meiner Familie nach Fuerteventura. Ich freue mich drauf.

Was passiert in der ruhigen Zeit im Winter?

«Die Kundenbetreuung ist jetzt das Wichtigste, ich verkaufe die Ballkarten und das Greenfee. Leider sind bis auf das Adventsturnier der Damen keine Wettspiele mehr, erst im Frühjahr wieder.»

Was macht man vorne im Sekretariat  für Erfahrungen?

«Die Gäste sind durchweg nett. Nur wegen des nassen Wetters und der Platzsperren gibt es manchmal Klagen. Genau als ich im Oktober angefangen habe, hat sich das Wetter verschlechtert. So schlimm war es wohl seit Jahren nicht. Es hat ja manchmal etwa 20 Liter am Tag geregnet. Wenn keiner kommt, lerne ich die anderen Mitarbeiter besser kennen. Es ist ein Super-Team – das hält gut zusammen. Das ist das Wichtigste, dass man Vertrauen zueinander hat.»

Ist es beim Golf anders als in anderen Sportarten?

«Ein Golfclub ist anders als ein Fußball-Verein oder Fitness-Club. Man lernt hier viele Leute kennen, ich habe auch die Mitglieder der Jugendmannschaften kennengelernt. Golf hat den Ruf der älteren, reichen Leute. Wenn ich meinen Freunden erzähle, dass ich im Golfclub lerne, machen sie schon Witze. Aber es gibt immer mehr Jugendliche, die Golf spielen. Das belebt auch unsere Anlage.»

Du arbeitest gern mit Gleichaltrigen?

«Ich arbeite gern mit Kindern, ich soll auch mit Franca als Jugendkoordinatorin zusammenarbeiten. Da bin ich ganz offen. Ich hoffe auf einen richtigen Sommer.»

Hast du Pläne für die Zeit nach der dreijährigen Ausbildung?

«Ich würde vor einem eventuellen Studium gern Work and Travel machen, meine Schwester war ein Jahr in Neuseeland – das gefiele mir auch.»

Vielen Dank für das nette Gespräch!

– Das Interview führte Britta Körber