Hornissennest am Damenabschlag der B3

30.05.2014 | Nils Scheller | Kategorie(n): Club, Platz

Liebe Pinnauer/-innen,

vielleicht ist Ihnen auch schon die kleine Absperrung an der Spielbahn B3 im Abschlagsbereich aufgefallen. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass hier ein Hornissennest am Baum ist und Sie diesen Bereich bitte nicht betreten sollten. Entgegen allen überlieferten Vorurteilen ist die Hornisse aber kein gefährliches Insekt.

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Unser Mitglied Lothar Rauchfuß hat uns einige Informationen zu Hornissen zur Verfügung gestellt:

Der Volksmund sagt: „Sieben Hornissenstiche töten ein Pferd, 3 Stiche einen Menschen.“ Da dies nicht stimmt, sollten wir uns schnell davon verabschieden und das Positive hervorheben.

Im Wurzelstammbereich einer Eiche am Weg beim Damenabschlag der B3 hat sich nämlich eine Hornissenkönigin niedergelassen, die fleißig dabei ist, ihren Staat zu vergrößern.

Die Hornisse ist in unseren Breiten die größte Wespenart, wunderschön orange-gelb gefärbt, friedlich und harmlos – wenn man sie nicht stört. Ausserdem ist sie in Deutschland streng geschützt. Wenn man sie also in Ruhe lässt, lässt sie auch uns in Ruhe. Deshalb, Ruhe bewahren, nicht hektisch reagieren und möglichst Abstand halten, wäre die richtige Reaktion. Wir sollten uns, nicht nur im Sinne unserer Urkunde in Silber aus dem Programm „Golf und Natur“, über alles freuen, was den ökologischen Wert unseres Golfplatzes steigert und dies auch pflegen und bewahren.

Hornissen bauen ihre Nester aus zerkautem Holz bevorzugt in Höhlen von großen Laubbäumen. Als Einzige überwintern die Königinnen, die bis zu 3,5 cm groß sein können und im Frühjahr mit dem Nestbau und der Eiablage beginnen. Ein Hornissenstaat kann auf bis zu 700 Individuen anwachsen. Im Herbst – auf dem Höhepunkt der Volksentwicklung – schlüpfen Königinnen und Männchen, von denen allein die befruchteten Königinnen überwintern und im nächsten Jahr einen neuen Staat gründen.

Übrigens, die Hornisse ist ein großer Insektenvertilger. Dazu gehören insbesondere Fliegen, Wespen, Heuschrecken Libellen, die sie meistens im Fluge fangen, aber auch Käfer, Raupen und Spinnen, die an die Brut verfüttert werden. Ein Hornissenvolk kann bis zu einem halben Kilogramm Insekten erbeuten.

Entgegen allen überlieferten Vorurteilen ist die Hornisse also kein gefährliches Insekt. Man sollte sie deshalb, auch auf unserem Golfplatz, schützen und erhalten.