Benjamin Brunner bricht Pinnauer Platzrekord

13.08.2013 | Nils Scheller | Kategorie(n): Club, Herrennachmittag, Turniere

Benjamin Brunner

Mit Standing Ovations ist Benjamin Brunner beim Herrennachmittag für seinen Platzrekord an der Pinnau gefeiert worden. Eine 65er-Runde ist auf dem Kurs B/C mit Platzstandard 73 einmalig. Zehn Birdies, nur zwei Bogeys und kein Doppelbogey sind einfach Klasse. «Zehn Asse im Leben sind leichter als sieben Birdies in Serie. Ich weiß nicht, ob das schon jemand auf der European Tour geschafft hat», sagte Trainer David Britten am Tag danach. Er selbst hat in seiner Golf-Karriere bereits fünf Asse geschlagen.

Auf dem C-Kurs spielte der stolze Pinnauer Vereinsmeister zweimal Par und schaffte dann sieben Birdies nacheinander. «Da bin ich neidisch», gab Britten zu. Nach Bennys Brutto-Rede wurden sogar Fotos von der Scorekarte gemacht.

Scorekarte_Brunner

«Als ich auf die zweiten Neun gekommen bin, lief es plötzlich wie von alleine und alle Putts sind gefallen», sagte Brunner.

Kaum ein anderes Thema gab es beim Training der Nachwuchsgolfer am Donnerstag. «Benny hat jetzt Handicap +0,8», sagte einer erfürchtig. «Er hat sogar einen Bruttopunkt mehr als Netto», wusste ein anderer zu berichten.

Sogar Philipp Westermann, erfolgreichstes Talent von der Pinnau und inzwischen zum Studium in den USA, bekam beim Heimattraining den Platzrekord mit. Ob Benny, der im Herbst in Wedel ein Studium aufnehmen wird, das Zeug hat, so gut wie Westermann zu werden? «Das hoffe ich doch», sagte der Pinneberger, der nach Abschluss seines Wirtschaftsstudiums zum Ende des Jahres die Profilaufbahn auf der EPD-Tour einschlagen wird.

Um Westermann nachzueifern, müsste Brunner nun auch außerhalb der Pinnau gute Ergebnisse einspielen. Dann könnte es auch noch verlockender als bisher werden, wenn andere Clubs um ihn buhlen. Bisher genießt er noch den kurzen «Anfahrtsweg» zum täglichen Üben: Vom Haus der Familie an Loch B 8 spaziert er meist mit dem geschulterten Bag über die Range auf die Anlage.

Bereits am Sonntag könnte der 21-Jährige auf fremden Terrain die Mannschaft mit einer außerordentlichen Leistung vor dem Abstieg aus der Regionalliga Nord retten. Platz zwei von fünf Teams ist in Oldenburg ein Muss. Dafür muss der Gastgeber allerdings Letzter werden.

Wir drücken auf jeden Fall weiterhin die Daumen!

Autor: Britta Körber